Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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Als ſie der beiden Männer anſichtig ward, brachte ſie das kleine Fahrzeug zum ſtehen und eine tiefe Alt⸗ ſtimme rief:

„Wer naht der Behauſung Kaſcha's und der ſtillen Fluth des Zauberſees?“

Zbiſlaw trat auf die Geſtalt zu, deren Geſicht jetzt deutlich zu erkennen war. Er war erſtaunt, ſtatt einem Bilde abſchreckender Häßlichkeit und Welkheit, wie er ſich die Zauberin Ruſalka gedacht, einem Antlitz von großer Schönheit zu begegnen, an welchem die Jahre noch wenig verdorben hatten. Ihre Hautfarbe war zwar ſehr dunkel, dunkler als ſie bei den roſigen Töchtern des Landes zu ſein pflegte, aber ſie paßte trefflich zu den regelmäßigen, griechiſchen Zügen und den großen ſchwar⸗ zen, langgewimperten Augen. Als Zbiſlaw ihr bis auf ein Dutzend Schritte nahe gekommen war,rief ſie:„Bis dahin und nicht weiter! Wer ſeid Ihr und wer iſt der Fettklumpen, der dort hinter Euch ſitzt?“

„Wir ſind Barone des Landes und kommen bei deiner Weisheit Rath und Hilfe zu ſuchen, ſchönſte Zau⸗ berin!“ antwortete Zbiſlaw.

„Eure Namen!“ rief Ruſalka.

„Ich bin Zbiſlaw Zagic von Trebaun und mein Gefährte heißt Herr Sezema von Kraſſow—“