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von hochſtämmigem Laubholz. Dieſen letztern Weg ſchlu⸗ gen die beiden Reiter ein.
Als ſie den Wald erreichten, ward der Pfad ſo ſchmal, daß ſie wiederum genöthigt waren hinter einan⸗ der her zu reiten. Hohe Hallen, gebildet von ſonnen⸗ dichten Laubgewölben, die auf rieſenhaften Säulenſchäf⸗ ten ruhten, nahmen ſie auf und umfingen ſie mit geheim⸗ nißvollem Schatten. Bald ward die Scenerie ſo urwäld⸗ lich wild und ſchauerlich, daß man ſich viele Meilen weg von der lebensvollen Hauptſtadt des regſamen Böhmen⸗ volkes verſetzt wähnen konnte. Faſt nirgends drang ein Sonnenſtrahl durch die dichten Baumkronen, und kein Laut des Lebens klang durch die düſtern Räume, außer etwa dem Gekrächz eines Raubvogels oder dem Auffah⸗ ren eines Wildes in dem Dickicht, das allenthalben den Boden des Waldes im Schutze der Rieſenbäume be⸗ dachte. Zu dem Dickicht geſellten ſich bald große bemooſte Felsſtücke von wunderlicher Geſtalt, ungeheure Schling⸗ pflanzen, beſonders wilder Hopfen und zwiſchen den Fel⸗ ſen üppige Farrenkräuter. Kein Wunder, wenn dieſer Schauerort von der Einbildungskraft des Volkes mit mancher Schauergeſtalt bevölkert und zum Schauplatz mancher Schauerſage gemacht wurde. Hier hatten in der grauen Vorzeit die Bieſi d. i. die böſen Dämone ihren Wohnſitz gehabt, hier zeigte man noch den Opferfels des


