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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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die Thür und legte ihre Ohren hinan. Da hörte ſie die Stubenthür gehen und das Getrampel entfernte ſich nach dem Hausflur.

Eeine furchtbare Ahnung ergriff ſie. Am Ende hatten die Räuber nach ihrem Opfer in der Woh⸗ nung Träger's geſucht und wollten, weil ſie ſeine Flucht erfahren, an dieſem Rache nehmen. Sich ſelbſt vergeſſend, wollte Dore hinauf und dem Bedrängten zur Hilfe eilen. Aber ſie fand die Thür von oben verriegelt. Sie horchte wieder. Das Getrampel ver⸗ hallte außer der Hütte. Von Angſt ergriffen, eilte ſie wieder nach dem fernen Ausgang des Stollens und von da über der Erde nach Träger's Hütte zurück. Sie fand dieſelbe leer. Aber als ſie alle Räume durchſucht hatte, kam die Wärterin und be⸗ richtete ihr, wie ſie vorhin nach dem 6 gegangen, habe ſie von weitem vier Männer, die einen Fünften getragen, quer über den Weg in den Wald hineingehen ſehen. Sie habe ſich aber gefürch⸗ tet und ſei ſtehen geblieben, bis ſie ſich für ſicher gehalten.

Dore ſagte ihr, was ſie erlebt, und daß Träger verſchwunden ſei, das müſſe der Mann geweſen ſein, den die vier getragen. Sie forderte die Wärterin auf, ſie an die Stelle zu führen, wo dieſelben über

uſe zurück⸗