eine ſolche Ohnmacht habe ich noch nicht geſehen. Aber ſage mir, wie kommſt Du hierher?“
Dore erzählte ihm den Auftritt mit Oeſterreich und wie ſie nur von dem Verlangen, ihren Gönner zu retten, ſich habe zur Flucht treiben laſſen.
„Du gutes Herz!“ ſagte Theophilus hierauf, „ich war eben im Begriff, den Kranken zu verlaſſen, da jede Lebensgefahr bei ihm glücklich vorüber iſt“—
„Aber nun muß Er bleiben!“ fiel Dore ein.„Er
muß den Morgen erwarten, dann nimmt Er mich in mein Gefängniß mit zurück.“ +„Wie? Du willſt nicht weiter fliehen?“ ſagte er verwundert.„Unter den obwaltenden Umſtänden würde ich ſelbſt zur Flucht rathen Denn obſchon ich weiß, daß Du unſchuldig biſt, fürchte ich doch, daß Dich die blinde Juſtiz verurtheilen wird. Weißt Du nicht irgendwo einen ſicheren Zufluchtsort, wo Du abwarten kannſt, ob Deine Unſchuld an den Tag kommt oder nicht? Für die Deinigen will ich ſchon ſorgen.“
„Wenn Er's für beſſer hält, daß ich fliehe,“ verſetzte Dore,„ſo möchte ich's wohl thun. Er kann mir nichts Schlimmes ren. Wenn ich nur wüßte, wohin!“ 4. „Ei bleib' Sie doe, r,“ ſagte die Wärte⸗
5*


