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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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Ich führe Dich hinaus der Gerichtsfrohn

liegt betrunken in ſeiner Stube, ich hab' ihm eine

ganze Kanne Branntwein gegeben, hier iſt ein Beu⸗ tel mit Geld, den geb' ich Dir, ich bringe Dich über die Grenze und Du findeſt drüben gewiß leicht eine Zuflucht

Und der Verdacht, daß ich eine Diebin, bleibt auf mir ſitzen, ja wird dadurch erſt recht bekräftiget! Nein ich danke für Eure Rettung

Denk' an die Deinigen, Deinen Vater, die un⸗ erzogenen Kinder

Unter denen auch Euer Kind meint Ihr, ich hab' einen Kieſelſtein in der Bruſt ſtatt des Her⸗ zens, wie Ihr, daß ich nicht an mein Fleiſch und Blut denke? Ich habe es noch nie verleugnet, das weiß Gott, und alles, was ich gelitten, hab' ich mei⸗ nes Vaters und meiner Kinder willen gelitten; ſonſt hätte ich dieſem elenden Leben ſchon längſt ein Ende gemacht. Aber eben weil ich an die Meinen denke, will und muß ich bleiben; wenn ich flöhe, könnte man denken, ich hätte ein ſchlechtes Gewiſſen, und auch die Guten verdammten mich dann, und zögen die Hand von den Meinigen ab. Bleib' ich aber, ſo behalten die doch wohl ihren guten Glauben und