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nehmen ſich der Meinigen an, mag aus mir werden, was will.“
„Der Magiſter Starke war heute bei mir, er forderte mich dringend auf, Dich zu retten“— „Wie? der Herr Magiſter ſchickt Euch? Alſo hat er mein gedacht? Doch das konnte ich mir den⸗ ken— und nicht wahr, er glaubt nicht an meine Schuld 2“—
„Er ſchwankt zwiſchen Glauben und Zweifel; jedenfalls hält er Deine Lage für hoffnungslos“—
„Ihr lügt, der Herr Magiſter kennt mich zu gut, als daß er nur einen Augenblick mich einer ſo ſchlechten That fähig halten ſollte. Geht nur hin, wo Ihr hergekommen ſeid! Ich bleibe hier“
„Wenn nur der Magiſter zu Hauſe wäre, ich holte ihn auf der Stelle her, daß er beſtätigte, was ich geſagt. Aber weil er Knall und Fall ganz ſpät nach Rübenau mußte, einen Todtkranken zu berich⸗ ten, übertrug er mir, was er eigentlich ſelbſt thun wollte— nämlich Dich zu befreien.“
Dore war erſchrocken von ihrem Lager aufge⸗ ſprungen und ſtand da mit blaſſen Wangen, ſtarren Augen und ſtürmiſch wogender Bruſt.„Was ſagt Ihr?“ rief ſie,„der Magiſter iſt ſo ſpät nach Rü⸗ denau geholt worden, einen Todtkranken zu berichten!“


