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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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ſich doch einwenig vertechnet haben. Sie bauen fort auf die bewunderungswürdige Verſchwieg enheit Ihres Opfers und Sie hatten ein Recht dazu, aber Sie ſelbſt ſollen jetzt das Siegel des Geheimniſſes vor der Welt löſen, wie es gelöſt iſt vor mir. Sie ſollen vor Gericht erklären, daß Sie der Vater von Dorens Kind ſind. Dieſe Erklärung kann und ſoll vor der Gräfin nicht verſchwiegen bleiben, und glauben Sie ja nicht, daß die edle Frau dann noch einen Mann in ihrem Dienſte behalten wird, der ſeine heiligſten Pflichten ſo hartnäckig verleugnet.

Um Gotteswillen, Herr Magiſter; Sie werden mich doch nicht unglücklich machen? Ich will alles thun, was ich thun kann, meinen Fehler gut zu ma⸗ chen, nur verlangen Sie nicht, daß ich die Diebin heirate! Ich will ſie unterſtützen, die Hälfte meines Gehaltes will ich ihr und ihrem Kinde ausſetzen, aber ſtürzen Sie mich nicht in Schande, verrathen Sie nicht, in welchem Verhältniß ich zu der elenden Perſon geſtanden!

Sie ſind der Elende von beiden! entgegnete der Magiſter gereizt.Die arme, entehrte, als Diebin angeklagte und eingekerkerte Magd ſteht um eine ganze Himmelshöhe über Ihnen. Sie haben jeden Anſpruch auf Achtung und Schonung verwirkt. Ich