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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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Dieb. Sie haben dieſes hochherzige Weſen nie be⸗ griffen, konnten es nicht begreifen, weil Sie ſelbſt durchweg ein erbärmlicher Egoiſt ſind. Aber Ihr Egvismus ſoll nicht triumphiren, während ſein Opfer elend zugrunde geht. Sie werden jetzt Ihrer lange verſäumten Pflicht nachkommen, werden gut machen, was noch gut zu machen iſt, werden ſich zur Vaterſchaft Ihres Kindes bekennen und ihm und der unglückli⸗ chen Mutter Ihren Namen geben.

Herr Magiſter! verſetzte der Sekretär erblaſ⸗ ſend,was muthen Sie mir zu? Ich ſollte dieſes tiefgeſunkene Geſchöpf heiraten? Es iſt wahr, ich habe den Jugendfehler begangen, ich war ein uner⸗ fahrener Jüngling und die Magd war ſo verführeriſch, ich war ſchwach und ließ mich verführen dennoch wollte ich ihr ihre Ehre wiedergeben, aber ſie nahm mein Erbieten nicht an, gleichwohl wollte ich noch jetzt ihr meine Hand reichen, wäre ſie noch wie da⸗ mals und nicht ſo tiefgeſunken, daß ſie nun als Diebin im Gefängniß ſitzt. Ein ſolches Verbrechen entbindet mich von jeder Verpflichtung

Wie? auch Sie glauben an die Schuld der armen Magd? Doch das war bei einer ſolchen Ge⸗ ſinnung nicht anders zu erwarten, dieſe vermeintliche Schuld kam Ihnen ganz gelegen. Aber Sie ſollen