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mich zu beſuchen, und darum komme ich. Aber da die Gräfin eine ſehr ſtolze Frau iſt, ſo könnt' es ihm wohl ſchaden, wennich arme alte Frau ihn im Her⸗ renhauſe aufſuchte!“
„Wer hat Ihr denn weißgemacht, die Gräfin ſei ſtolz?“ ſagte Theophilus,„gehe Sie in Gottes Na⸗ men ins Herrenhaus, die Gräfin wird ſich freuen,
die Mutter eines ihrer Diener zu ſehen.“ Er wollte
ſchon hinzufügen:„obgleich ſie ſich wundern wird, daß der Sohn nicht längſt ſeine Mutter aufgeſucht hat, da er ihr ſo nahe wohnt“— aber er unterdrückte dieſe Bemerkung, um das Mutterherz nicht zu kränken. „Ich will aber doch lieber nicht hingehen,“ ſagte die Greiſin—„ich genire mich vor den vornehmen Leuten; wenn Er ſo gut ſein wollte, ihn herkommen zu laſſen, wäre mir's eine rechte Wohlthat!“ Theophilus widerſprach nicht weiter, er hieß ſie Platz nehmen und eilte gleich ſelbſt nach dem Rit⸗ tergute, den Sekretär Oeſterreich herbeizuholen. Der machte kein beſonders kindlich frohes Geſicht, als ihm der Magiſter ſagte:„Ihre Mutter iſt bei mir und wünſcht Sie zu ſehen.“ Doch nahm er ſich gleich Ur⸗ laub bei der Gräfin und ging mit ins Pfarrhaus. Theophilus ließ ihn bei ſich eintreten und mit der Mutter allein Er ging einſtweilen in die Pfarr⸗
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