kleines Schmerzensgeld für die erlittene Unbilde, die ſie ſelbſt mit verſchuldet.
Mit ſeiner auf ſo ſeltſame Weiſe gefundenen Gefährtin ſetzte Theophilus ſeine Wanderung zu Fuße fort.
Im Dahinſchreiten äußerte Dore ihre Verwun⸗ derung, daß er ohne das Roß ſei, auf dem ſie ihm auf dem Gelobten Lande“ begegnete. Er erzählte, wie er darum gekommen. Als er ihr den Mann ſchil⸗ derte, den er vor dem Diebſtahl in der Mühle ge⸗ ſehen und den er für den Dieb hielt, hätte er kön⸗ nen ihr roſiges Geſicht ſehr bleich werden ſehen, wäre es nicht bereits zu dämmerig geweſen.„Der Un⸗ glückliche,“ ſchloß er ſeinen Bericht,„iſt natürlich un⸗ endlich mehr zu beklagen als ich, den er beraubt. Gewiß fehlt es ihm an allem, was das Menſchen⸗ herz wahrhaft froh macht, an Erkenntniß, Liebe, Zu⸗ friedenheit und Gewiſſensruhe. Mit dieſen Gütern hat mich Gott begnadigt, die kann kein Dieb mir rauben. Der arme, elende Mann wäre vielleicht ein glücklicher Menſch, wenn er frühzeitig den Weg der Erkenntniß und Liebe geführt worden wäre!“.
Seine Begleiterin ſtieß einen tiefen Seufzer aus, der laut in ſeiner Bruſt wiederhallte. Wäre er ein unreifer, bornirter Heilsapoſtel geweſen, ſo würde er


