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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
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bei dieſer Stimme eines beladenen Herzens alsbald eine Bußpredigt gehalten, oder wäre er ein eifriger Jünger der Themis auf der Jagd nach kriminali⸗ ſtiſchen Lorbeeren geweſen, ein Verhör angeſtellt ha⸗ ben. Statt deſſen ſprach er, von ihrem Erwerb aus⸗ gehend, von den mancherlei Lebensweiſen, welche die Menſchen an den verſchiedenen Punkten der Erdober⸗ fläche führten, ſprach von der tauſendgeſtaltigen Noth, welche dem Fuße der Menſchen überall hin folge, und der er bald erliege, bald obſiege. Er er⸗ zählte von irdiſchen Paradieſen, die durch Schuld in Stätten des Fluchs verwandelt, von winterlichen Ein⸗ öden, welche Erkenntniß und Liebe zu Auen des Se⸗ gens gemacht. Er zeigte an kleinen Beiſpielen die göttliche Kraft, die der Schöpfer aller Dinge in des Menſchen Seele gelegt und die ihn zu einem Ueber⸗ winder aller Uebel mache, unter deren Joch die Skla⸗ ven der Finſterniß und Selbſtſucht elend zugrunde gehen. Ein leichtes Schluchzen ſagte ihm, daß ſeine Worte nicht fruchtlos im Winde verhallten, und dar⸗ über ward er immer begeiſterter, und die Worte ſproßten wie himmliſche Blüten aus ſeinem beredten Munde. Da war aber kein myſtiſcher Schwulſt, der die Seele berauſcht und den Geiſt umnebelt, da war kein mit dem Blute des Lammes ſelene Wahn⸗