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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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Hals“ Er zeigte eine kleine jlache Phiole mit ei⸗ ner dunklen Flüßigkeit.

Theophilus nahm die Phiole, hielt ſie gegen das Licht, roch daran und gab ſie der Eigenthüme⸗ rin mit den Worten:„Hier iſt Ihr Eigenthum,“ und den Männern bewies er das Unvernünftige des Herenglaubens in klaren, bündigen Sätzen. Gelang es ihm ſchon nicht, ſie vollſtändig von ihrem Wahn frei zu machen, ſo erſchütterte er ihn doch ſo ſehr, daß ſie ſich nicht mehr getrauten, ihre Anklage ge⸗ gen Dore aufrecht zu erhalten. Sie grüßten Thev⸗ philus und gingen ihrer Wege.

„Da hab' ich ja auf einmal eine Wegführerin gefunden,“ ſagte Thevphilus hierauf zur Müllerin; „denn ich hoffe, das gute Frauenzimmer hier wird mein Geleit nicht ausſchlagen?“

Dore hatte bisher ſtumm dageſtanden, jetzt fagte ſie:„Der Herr hat heute ſo viel an mir ge⸗ than, daß ich nicht weiß, womit ich's je vergelten kann“—

„Nun mach' Sie mir die Rechnung, liebe Frau,“ ſagte Theophilus zur Müllerin. Aber dieſe lehnte jede Bezahlung ab, rief Dore auf die Seite und legte ihr einen Laib Brot in den Korb— als ein Dir Tochter des Wilddiebes 3