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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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Denke Sie an Ihr Kind, liebe Frau, damit das infolge Ihrer allzuheftigen Gemüthsbewegung nicht Gift in der Muttermilch trinkt! Wird das kleine muntere Leben dann ſiech, dann heißt es wohl auch, es iſt behert worden. Sehe Sie nur, wie wacker der Kleine ſchläft, nachdem er ſich weidlich vollgetrun⸗ ken, verkümmere Sie ihm den geſunden Quell nicht durch unnützen Kummer.

In dieſem Augenblicke entſtand draußen ein Geſchrei, aus zwei männlichen und einer weiblichen Stimme gemiſcht.Was gibt's da wieder? fragte Theophilus.

Die Frau ſah erſchrockener aus als erſt und blickte verwirrt vor ſich nieder.

Ach das iſt der Raizbauer mit dem Bretſchnei⸗ der, ſagte der Burſche,die wollten ja der kühn⸗ heider Hexe auflauern und ſie fangen. Das wird eine Luſt! Damit ſprang er hinaus. Es erſchienen aber die genannten Männer mit derHexe ſchon vor der Thür. Theophilus ſah hinaus dieHexe⸗ war niemand anders als ſein Schützling von heute Nachmittag.

Laßt ſie los! laßt ſie laufen! rief die Mül⸗ lerin neben ihm.. Was! ſchrie einer der Männer,laufen laſſen?