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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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ſei, der auch erquickt ſein wollte, flog die Müllerin von ihrem Ofen nach der Wiege, nahm den von ihrem Söhnlein verlorenen Zulp und tauchte ihn in denſelben Milchaſch, aus welchem ſie dann gleich die Milch zu dem Warmbier nahm. Hätte Thev⸗ philus jenes nicht eben ſaubere Verfahren bemerkt, ſo würde er ſchwerlich noch Appetit zu dem Warm⸗ bier behalten haben; aber die Hitze hatte ihn mitt⸗ lerweile gar aus dem Zimmer getrieben. Er ging in den Stall nach ſeinem Pferde zu ſehen. Unter der Thür ſtieß er auf einen langen hagern Mann von nicht beſonders empfehlendem Ausſehen. Theo⸗ philus ging an demſelben mit einem ſeiner mächti⸗ gen Blicke vorüber, vor dem die Augen des Getrof⸗ fenen ſich ſenkten. Als er ſich von dem guten Ap⸗ petit ſeines Pferdes und der reichlichen Futtergabe überzeugt hatte, erinnerte er ſich, daß der Fremde wohl ein Hilfsbedürftiger ſein könne. Er wollte ihm eine Gabe reichen; da er aber alle ſeine Silbermünze mit dem Beutel der jungen Kühnheiderin gegeben hatte, ſo mußte er ein Goldſtück bei der Müllerin wechſeln. Zu dem Ende ging er nach der Wohnſtube zurück. Aber wie er mit dem kleinen Gelde wieder herauskam, war der Fremde verſchwunden. Thev⸗ philus riegelte die Stallthüre zu und blieb an der