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Die Tochter des Wilddiebes : eine Erzählung nach Thatsachen / von Elfried von Taura
Entstehung
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Mühle konnte man ſich wohl auch etwas erwärmen und erholen.

Genau zwei Stunden, nachdem er ſie das erſte⸗ mal paſſirte, war Theophilus wieder an der Wald⸗ mühle. Er ſtieg ab und fragte die am Fenſter ſtehende Müllerin, ob er für ſein Roß etwas Hafer oder Brot für ſich auch eine kleine Erquickung haben könne. Die Frau maß ihn erſt mißtrauiſch vom Kopf bis zum Fuß, dann antwortete ſie, Hafer für das Pferd ſei ſchon da, auch Heu, und für den Herrn ein Trunk Bier zu Brot und Butter. Das war dem Wanderer genug Er bat ſein Pferd unter Dach bringen zu dürfen; die Frau befahl einem mehlbe⸗ ſtäubten Burſchen, es in den Stall zu ziehen und zu füttern, und führte den Fremdling in die Stube.

Hier umfing den vom Froſt Erſtarrten eine wohl⸗ thuende Wärme, und die Müllerin, ein junges, run⸗ des, ſauber ausſehendes Weib, hieß ihn freundlich willkommen und ſich's bequem machen. Wer heutzu⸗ tage in dieſe Waldmühle kommt, die jetzt mit einer Baumwollenſpinnerei verbunden iſt, der wird darin zur Bequemlichkeit nicht nur weiche Polſterſtühle, ſon⸗ dern auch ein Sopha mit Springfedern finden. Un⸗ ſerem Theophilus bot ſich nur eine Ofenbank von