Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

236

über den unauslöſchlichen Haß ſeiner Widerſacher be⸗ trübte, ſo hatte er doch auch die Genugthuung, die Edel⸗ ſten der Nation ſich um ihn ſchaaren zu ſehen. Außer den Männern ſeines Geſchlechtes ſtanden zu ihm ſein treuer Schwager Hroznata, der ruhmgekrönte Hynek von Duba, Jaroslaw von Sternberg, Albrecht von Seeberg, Mutina von Koſtomlat, Andreas von Kameihora aus dem Hauſe Beneſchau, Pota von Potenſtein, Sobéhrad von Lititz, Holen von Wildenſtein und Hynek von Lich⸗ tenburg, der Anhänger im Volke nicht zu gedenken.

Als Zäwis ſah, daß er die Beſten des Adels und die Mehrheit des Volkes für ſich hatte, beſchloß er gegen ſeine Feinde, die, im Beſitze der höchſten Landesämter, ſeinen beſten Abſichten und weiſeſten Rathſchlägen hem⸗ mend in den Weg traten, rückſichtslos zu verfahren. An einem Tage erhielten ſie ſammt und ſonders vom König ihre Entlaſſung, und in ihre Aemter trat Zäwis mit den bewährteſten ſeiner Freunde. Er ſelbſt übernahm das Oberſthofmeiſteramt, ſein Vetter Oger von Lomnitz ward Oberſtlandkämmerer, Hroznata von Huſitz Oberſtburg⸗ graf, Hynek von Duba Oberſttruchſeß, Jaroslaw von Sternberg Oberſtmundſchenk, Witek von Krumau(Zä⸗ wis' Bruder) königlicher Unterkämmerer. Mit Freuden verwaltete jetzt auch der ehrwürdige Propſt M. Peter ſein Amt als Oberſtkanzler wieder.

Die geſtürzten Gegner ſchnaubten Rache und rüſte⸗