Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Feind Zäwis von Falkenſtein in der nächſten Umgebung des Königs. Wohl hatten ſie Urſache darüber zu er⸗ ſchrecken, denn es zeigte ſich nur zu bald, daß der König dem hochbegabten Manne ſein ganzes Vertrauen ſchenkte und in allen Regierungshandlungen ſeinen Rathſchlägen folgte. Wenn es ſo fortging, das mußten ſie ſich ſagen, ward der verhaßte Zäwis thatſächlicher König von Böhmen.

Vergebens ſuchten ſie ihn aus dem Vertrauen und der Gunſt des Königs herauszutreiben. Als ſie endlich einſahen, daß ſie auf dem Wege der Liſt nicht zum Ziele kommen konnten, entſchloſſen ſie ſich zur Gewalt. Alles, was ehedem den Witkowetzen feindlich gegenüber geſtan⸗ den, ward zu erneutem Haſſe aufgeſtachelt und zu einer Verſchwörung gegen denunberufenen Rathgeber und Unheilſtifter herangezogen. Nur der einzige Hynek von Lichtenburg trat nicht wieder auf ihre Seite, freilich nicht aus wirklich veränderter Geſinnung gegen Zäwis, ſon⸗ dern weil er ſah, daß dieſer feſt in der königlichen Gunſt ſtand und er es mit dem König ſelbſt nicht verderben mochte.

Es blieb nicht verborgen, daß die Feinde Zäwis' Böſes gegen dieſen vorbereiteten, und er hatte ſo viel Freunde im Volke wie unter dem Adel gewonnen, daß ſich bald eine Partei für ihn bildete, welche der Gegen⸗ partei leicht die Spitze bieten konnte. So ſehr ſich Zäwis