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Und es verging noch eine geraume Zeit, und er mußte von den ſich neu wider ihn regenden alten Fein⸗ den noch lange verderbliche Anſchläge befürchten, be⸗ vor er öffentlich als Gemahl ſeiner Königin auftreten durfte, denn trotz der gebotenen großen Opfer zögerte doch die römiſche Curie mit dem nachgeſuchten Dispens.
Endlich ſchienen die düſtern Wolken, die über dem Glücke Zäwis' und ſeiner Königin gelagert waren, ſich zu zerſtreuen. Sternkundige Männer weiſſagten aus dem Erſcheinen eines neuen helleuchtenden Sternes, der die Sichel des Mondes berührte, die vom ganzen Lande er⸗ ſehnte Ankunft des Königs. Und wirklich ward dieſe bald darauf von dem Markgrafen von Brandenburg auf einen beſtimmten Tag in Prag angeſagt. Am vierund⸗ zwanzigſten Tage des Maimonats 1283 hielt der könig⸗ liche Jüngling ſeinen feierlichen Einzug in die Hauptſtadt ſeines Reiches. Die Barone und Ritter ritten ihm ent⸗ gegen; die Bürger empfingen ihn vor der Thoren unter Muſik, Geſang und Tanz. Die Geiſtlichkeit geleitete ihn in Prozeſſion in das königliche Schloß, während das alte Lied„Hoſpodin pomiluj eny!“ im Volke erſcholl.
Die Feinde Zäwis' hatten aber dafür Sorge getra⸗ gen, daß ihm und der Königin dieſe Ankunft verborgen blieb. Sie fürchteten den Einfluß, den Beide auf den kö⸗ niglichen Jüngling gewinnen möchten, und wollten den⸗


