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der Name Zäwis von Falkenſtein hochgeprieſen, ſoweit die böhmiſche Zunge klang.
Und war er nun glücklich? Der ſtrenge Ernſt, der ſich in ſeinen Zügen feſtgeſetzt hatte, ſprach nicht beſon⸗ ders dafür. Auch trafen ihn nach der allgemeinen Heim⸗ ſuchung perſönliche Widerwärtigkeiten und Trübſale, die ihn nicht zum Genuße des Glückes kommen ließen, das ihm von anderer Seite lachte. Seine königliche Gemah⸗ lin erkrankte und ſchwebte lange zwiſchen Tod und Leben. Außer den erſchütternden Szenen des allgemeinen Elen⸗ des um ſie her hatte der Kummer um ihren, trotz aller Zuſagen, von dem Markgrafen von Brandenburg an einem unbekannten Orte zurückgehaltenen Sohn, ſowie Zäwis zunehmende Verdüſterung an ihrem Herzen genagt und ihre Geſundheit untergraben. Als es endlich Zäwis ſorgfältigen Bemühungen gelungen war, ſie dem Leben zurückzugeben, ward er an das Sterbebett ſeiner Mutter gerufen. Das Schickſal vergönnte ihr nicht, die vollſtän⸗ dige Erfüllnng ihrer ſtolzen Wünſche zu erleben: noch immer war ihr Liebling nicht der öffentlich anerkannte Gemahl der Königin von Böhmen, und noch ſtanden dieſem höchſten Ziele ihrer Wünſche gewichtige Hinder⸗ niſſe im Wege. So hatte Zäwis nicht einmal den Troſt, durch Libusa's Opferung ſeine ſchwärmeriſch verehrte Mutter völlig befriedigt aus dem Leben gehen zu ſehen.


