Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Kaum hörbar war das Ja, das jetzt Libusa's beben⸗ der Lippe entfloh.

Mithin iſt doch Herr Zäwis von Falkenſtein Euer Gatte? fragte der Richter weiter;oder wäre das Kind ein Baſtard?

Libusa verhüllte ihr Angeſicht.

Redet! herrſchte ihr der Richter zu.Nach Euerer eigenen Ausſage ſind nur zwei Fälle möglich: entweder ſeid Ihr das ehrliche, eheliche Weib Herrn Zäwis' von Falkenſtein, oder Ihr ſeid ſeine Buhlerin, die mit ihm das Kind in Sünden erzeugt; was von Beiden ſeid Ihr, die Gattin oder die Buhlerin?

Libusa ſchwieg.

Wenn Ihr nicht bekennt, erklärte der Oberſt⸗ landrichter,ſo bleibt Ihr ſo lange in Haft, bis Ihr geſtehet.

Libusa verharrte bei ihrem Schweigen.

Der Oberſtlandrichter befahl dem Gerichtsfrohn die Zeugin in Haft zu nehmen. Der Frohn trat auf ſie zu.

Halt! rief da eine Stimme aus der Zuſchauer⸗ menge;laßt mich Zeugniß ablegen für das Weibs⸗ bild! Ein Greis drängte ſich durch die Menge hinab und trat in die Schranken.

Gott im Himmel! Mein Vater! ſchrie Libusa