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auf und brach beinahe zuſammen vor Freude und Angſt. Dalemil fing ſeine Tochter in ſeinen Armen auf und ſchloß ſie weinend an ſeine Bruſt.
„Was iſt das? Wer ſeid Ihr?“ rief der Oberſt⸗ landrichter.
„Ich bin der Vater dieſes Frauenzimmers,“ ant⸗ wortete Dalemil Libusa umſchlungen haltend;„Ihr habt mich vorgeladen— ich wollte erſt nicht kommen, wie Ihr geleſen haben werdet; ſpäter beſann ich mich eines Andern, und ich komme gerade noch zur rechten Zeit, um das Zeugniß meiner Tochter zu bekräftigen. Quälet ſie nicht länger mit unnützen Fragen! Ich verſichere Euch, daß ſie nicht das Weib Zäwis' von Falkenſtein iſt; ich ſchwöre zu Gott, daß ich niemals weder von ihr noch von ihm um eine Einwilligung zur Heirath angegangen worden und daß ich dieſelbe auch niemals ertheilt haben würde.“
„So macht Ihr Eure Tochter zur Buhlerin?“ ſagte der Oberſtlandrichter.
„Wer unter Euch, Ihr geſtrengen Herrn, iſt ſo rein, daß er einen Stein auf mein armes Mägdlein wer⸗ fen dürfte, das ſich von einem vornehmen Herrn hat berücken laſſen?“ verſetzte Dalemil.„Laßt meine Tochter jetzt in Ruhe, ich nehme ſie als reuiges Kind wieder auf und Niemand ſoll ihr ihre Vergangenheit vorhalten.— Komm, meine Tochter!“


