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Witwe Kunigunde von Böhmen ehelich verbunden worden.“
„Aber vorher waret Ihr mit ihm ehelich ver⸗ bunden?“
„Ich bin nur eine arme bürgerliche Magd, wie hätte ich meine Augen zu einem ſo vornehmen Herrn erheben können?“
Die Richter ſahen einander befremdet an.
„Gebt ordentlich Antwort!“ rief der Oberſtland⸗ richter.„Ihr ſeid vor der Königin mit Herrn Zäwis von Falkenſtein ehelich verbunden worden?“
Libusa zögerte ein Weilchen, dann antwortete ſie mit feſter Stimme:„Nein!“
Neues Staunen unter den Richtern, Murmeln unter den Zuhörern, in Dalemil's Herzen eine Erleich⸗ terung.
„Was ſoll dies Läugnen, edle Frau?“ ſagte der Oberſtlandrichter;„Ihr wähnt vielleicht, das Gericht ſei gegen Euch gerichtet? Das iſt nicht der Fall. Es handelt ſich um die Beſtrafung des Verbrechens der Zwieweiberei an Euerm treuloſen Gatten. Euch ſoll dadurch zugleich Euer gutes Recht gewahrt werden, alſo redet frei heraus: Seid Ihr mit Herrn Zäwis von Falkenſtein durch Prieſters Hand ehelich verbunden worden?“


