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geſprochen worden war. Vieler Augen ruhten auf ihr, am unverwandteſten die ihres Vaters und Hroznata's. Sie ſahen, wie dann und wann ihr Geſicht von einem Zucken bewegt wurde, wie ſie aber jedes Schmerzens⸗ zeichen heldenhaft niederkämpfte.
Zetzt trat der Kaplan ab, und der zweite Zeuge, Frau Libusa, Tochter des Landesarchivarius Dalemil zu Prag, eheliches Gemahl des Herrn Zäwis von Falken⸗ ſtein, ward aufgerufen.
Libusa erhob ſich; ein leiſes Roth flog über ihr Geſicht und verſchwand wieder. Aller Augen hefteten ſich an die madonnenſchöne Erſcheinung. Die Spannung Dalemil's und ſeines Begleiters erreichte den höchſten Grad.
Der Oberſtlandrichter eröffnete das Verhör mit ihr:
„Seid Ihr Frau Libusa, die Tochter des Landes⸗ Archivarius Dalemil von Prag?“
„Ich bin Libusa, einzige Tochter Dalemil's, des Hof⸗ und Landes⸗Archivarius von Böhmen, wohnhaft zu Prag,“ lautete die Antwort.
„Ihr ſeid die Gattin des Herrn Zäwis von Falken⸗ ſtein auf Malyhrad?“
„Ihr habt ſoeben gehört, daß beſagter Herr Zäwis“— hier zitterte ihre Stimme—„mit der Königin⸗


