Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Seiten ebenſo beſtätigt ward, daß derſelbe Zäwis in glei⸗ cher Weiſe mit der Königin⸗Witwe von Böhmen ſich trauen laſſen, war dann nicht das Verbrechen der Zwie⸗ weiberei erwieſen?

Der Ankläger ſchwieg und der Oberſtlandrichter er⸗ öffnete nun die Beweisaufnahme durch Zeugen, nach⸗ dem er dem Gerichtshof mitgetheilt, daß und unter wel⸗ cher Ausflucht der Angeklagte von der Verhandlung fort⸗ geblieben.Erſter Zeuge, ſagte er hierauf,Anton La⸗ zak, Weltprieſter und Schloßkaplan zu Grätz, tretet vor und beantwortet, was ich Euch frage, nach Eurem beſten Wiſſen und Gewiſſen.

Hierauf legte er dem Kaplan mehrere Fragen be⸗ züglich der nach der Anklage von ihm vollzogenen Trau⸗ ung Herrn Zäwis' von Falkenſtein auf Malyhrad mit der Königin⸗Witwe Kunigunde von Böhmen vor, Fragen, die von dem Zeugen durchgängig bejaht wurden, ſo daß dieſe Thatſache als vollkommen feſtgeſtellt gelten konnte.

Welche Gefühle mochten das Herz Libusa's be⸗ wegen, als ſie ſo alle Einzelnheiten eines Vorganges an⸗ hören mußte, durch welchen ſie für ihren Gatten zu einem weſenloſen Schatten, zu einem Ding, das gar nicht mehr in der Welt war, gemacht wurde; durch den eine Andere an den Platz geſtellt wurde, der ihr ebenſo feierlich zu⸗

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