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einem Platze zu bahnen, wo ſie die Gerichtsſzene ſehen konnten. Plötzlich ſah der über die Menge emporragende Jodok die ihm bekannten Geſtalten Hroznata's und Da⸗ lemil's, obgleich dieſer ſich vor etwaiger Entdeckung durch den Gerichtsboten durch ein Pilgergewand unkenntlich zu machen geſucht hatte. Jodok machte ihnen mit ſeinen gewaltigen Armen eine Gaſſe und lud ſie ein, näher zu treten.
Der die Stelle des öffentlichen Anklägers vertretende Gerichtsbeamte verlas eben die Anklage. Zum erſtenmal ſeit Jahren ſah Dalemil jetzt ſeine Tochter wieder als Zeugin, wenn nicht als Anklägerin in den Schranken eines Gerichtshofes. Sein Herz klopfte faſt hörbar, als er ſie da unten ſitzen ſah, ſo ſchön wie einſt, aber voll einer Würde und Hoheit in ihrer ganzen Erſcheinung, die ihn überraſchte. Sie war bleich aber nicht krankhaft, ihr Auge war klar und ruhig. Sie hörte mit geſpannter Auf⸗ merkſamkeit der Anklage gegen ihren Gatten zu.
Für Dalemil und Hroznata war es zu ſpät, jetzt noch auf ihre Entſchließung einzuwirken. Wehe ihrem un⸗ getreuen Gatten, wehe der Königin, wenn Libusa die Klage beſtätigte! Und konnte ſie anders? Konnte ſie vor Gericht, auf ihr Gewiſſen, auf ihren Eid befragt, läug⸗ nen, daß ſie mit Zäwis von Falkenſtein durch Prieſters Hand ehelich verbunden? Und wenn nun von andern
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