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der Biſchof erkrankt und der von Prag zurückkehrende Bote fand ihn auf dem Siechbette in der Geſellſchaft des Herzogs von Troppau. Er überreichte dieſem die beiden Schreiben, welcher ſie dem Biſchof vorlas.
„Ich habe mir gedacht,“ ſagte der Kranke, als der Herzog die Antwort Zäwis vorgeleſen hatte,„daß er eine Ausflucht haben werde; es hat nichts zu bedeuten, er entgeht deßhalb ſeinem Schictſale doch nicht. Was ſchreibt denn der Archivarius?“
Der Herzog las Dalemil's Antwort.„Das iſt ja ein einfältiger Tropf,“ bemerkte er dazu;„hat er ſich etwa von dem Witkowetz beſtechen laſſen?“
„Beruhigt Euch,“ ſagte der Biſchof;„es geht auch ohne dieſen fort; haben wir doch ein ſtarkes Beweis⸗ ſtück in den Händen und das betrogene Weib wird es an herzzereißender Bekräftigung nicht fehlen laſſen. In ſolchen Dingen verſtehen die Weiber keinen Spaß, da werden ſelbſt die ſanftmüthigſten zu Furien.“
„Den Prieſter, welcher den Zäwis mit der Tochter Dalemil's getraut, haſt Du wohl nicht ausfindig ge⸗ macht?“ fragte Nikolaus hierauf den Boten.
„Nicht eine Spur habe ich von ihm entdecken kön⸗ nen, obgleich ich meinen Vetter, den Stadtwaibel von Brünn, den ich in Prag traf und der in ſolchen Dingen viel Erfahrung hat, mit zu Hilfe nahm.“


