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den Räuber ſeines Liebesglückes. Mit Begierde ergriff daher auch er die Gelegenheit zur Rache. Er eilte nach Troppau und erpreßte durch Drohungen und Verheißun⸗ gen von dem muthmaßlichen Vollzieher der heimlichen Trauung der Königin, dem Schloßkaplan von Grätz, das Geſtändniß dieſer Handlung. Daraufhin ſtellte er die Klage wider Zäwis an.
Gleichzeitig mit den Vorladungen an Dalemil und den Angeklagten war eine ſolche an Libusa ergangen. Der betreffende Bote war mit der Meldung zurück⸗ gekommen, die Burgfrau von Malyhrad habe zwar die Ehre abgelehnt, die Gemahlin des Herrn Zäwis von Falkenſtein zu ſein, aber doch der Ladung Folge zu leiſten verſprochen. Zene Ablehnung paßte zwar nicht ganz in die Berechnung der Kläger, aber ſie hatten gemeint, wenn die Fran ja vor Gericht läugnen ſollte, daß ſie mit Zä⸗ wis von Falkenſtein vermählt ſei, ſo werde das Vorzeigen des oftgedachten Briefes genügen, ſie zum Geſtändniß zu bringen. Wahrſcheinlich aber war es nach der Meinung der beiden Herren, daß ſie ihren Stand dem Boten gegen⸗ über bloß aus Gewohnheit verläugnet hatte. Vor Gericht werde ſie wohl die verrathene und gekränkte Frau heraus⸗ kehren, zumal wenn ſie ſähe, daß man ihr zu ihrem Rechte zu helfen geſonnen ſei.
Bald nach der Rückkehr des Malhhrader Boten war


