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nicht mehr Herr von Malhhrad und ſonſt nirgends ſaß⸗ haft in Mähren bin, ſo hat kein mähriſcher Gerichtshof das Recht, über mich zu richten. Damit erledigt ſich vor⸗ ſtehende Ladung. Zäwis von Falkenſtein auf Krumau.“
Mit dieſer Antwort gab er das Schreiben dem Boten zurück und entließ ihn mit einem anſehnlichen Geſchenk.
Ohne Säumen eilte der Bote nach Olmütz zurück. Da Dalemil nur Schritt reiten konnte, ſo überholte er dieſen mit ſeinem Gefährten ſehr bald und erreichte Olmütz an demſelben Tage, an welchem Hroznata in Iglau an⸗ kam und ſich zum Weilen genöthigt ſah, weil Dalemil erkrankt war.
Die Klage wider Zäwis war das Werk des Biſchofs Bruno. Der Magiſtrat von Brünn hatte ihm die Be⸗ ſchwerde des Bauern von Dürrenkrut wider den Dom⸗ herrn Dietrich übergeben; dadurch war er in Beſitz des Schreibens von Zäwis an ſeine Gattin Libusa gekom⸗ men, und dies war ihm eine willkommene Handhabe, am Sturze des ſeinem Grimme entgangenen Mannes zu ar⸗ beiten. Da er die Klage nicht wohl ſelbſt anſtellen konnte, ſo ſah er ſich nach einem Werkzeug um und fand dieſes leicht in ſeinem Mündel Nikolaus von Troppau. Dieſer hatte noch immer ſeine unglückliche Liebe zu Libusa nicht verſchmerzt, und noch immer ſah und haßte er in Zäwis


