Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Otakar ſtatt des lateiniſch läſternden Prälaten einen ſo feinen Kopf, wie Ihr, auf jenen Reichstag geſchickt, ſo wären wir wohl nicht ſo hart aneinander gerathen. Auf dem Reichstage zu Nürnberg nämlich, wo der Adel Oeſterreichs und Steiermarks wider den König Klage erhob, ließ ſich der dieſen vertretende Würdenträger der Kirche in ſeiner lateiniſch gehaltenen Vertheidigungsrede zu ſehr unglimpflichen, die Majeſtät des Reiches ver⸗ letzenden Ausdrücken hinreißen, ſo daß ſich der Kaiſer zu einer ernſten Zurückweiſung veranlaßt ſah.

Der Kaiſer trat nicht nur dem Vorſchlage wegen gütlicher Beilegung des Streites bei, ſondern ließ ſich auch bewegen, die Wiedereinſetzung der Witkowetze und Genoſſen in den vorigen Stand zu einer der Friedens⸗ bedingungen zu machen. Die Stadt Czaslau ward zum Zuſammenkunftsort des Schiedsgerichtes erwählt.

Froh über den glücklichen Erfolg ſeiner Sendung kehrte Sezema zur Königin zurück. Dieſe dankte ihm in der huldvollſten Weiſe. Er nahm den Dank mit dem Gedanken hin: Alles für die glorreiche Roſe!

Als bald darauf das Schiedsgericht gebildet ward, eilte er nach Czaslau, um ſo viel als möglich für den Nutzen ſeines Geſchlechtes zu wirken. Zu Schiedsrichtern wurden auf kaiſerlicher Seite Burggraf Friedrich von Nürnberg aus dem Hauſe Hohenzollern und Meinhardt