Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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ſchwerſten Stand; gewann er ihn, dann war Alles ge⸗ wonnen. Er nahm daher ſeine ganze Schlauheit und Beredfamkeit zu Hilfe.Alles für die glorreiche Roſe! das war ſein Wahlſpruch, mit dem er ſich das Schwerſte erleichterte und womit er jeden Schritt und Kunſtgriff entſchuldigte, der nicht gerade ſeinem ſtolzen und hoch⸗ fahrenden Geiſte entſprach. So trat er auch vor den Markgrafen von Brandenburg mit unterwürfiger Ge⸗ ſchmeidigkeit, obgleich er ſich ihm mindeſtens ebenbürtig fühlte. Auch entſprach der Erfolg vollkommen ſeiner Ab⸗ ſicht. Er legte dem Markgrafen als Grundlage für den Schieds ſpruch einen Vertragsentwurf vor, welcher die Anſprüche beider Parteien auf geſchickte Weiſe ver⸗ ſchmolz, und wußte ihm die Vortheile dieſer Beilegung des Streites auf die überzeugendſte Weiſe einleuchtend zu machen. Mit der beſtimmten Einwilligung des Mark⸗ grafen verließ er deſſen Lager, um in das des Kaiſers zu eilen.

Dalemil konnte nicht umhin, dem gewandten Diplo⸗ maten ſeine Bewunderung zu zollen. Bei dieſer Gelegen⸗ heit lenkte Sezema das Geſpräch auf Dalemil's Tochter, indem er ſich ſtellte, als kenne er ihr gegenwärtiges Ver⸗ hältniß zu Zäwis nicht, ſondern als wiſſe er nur, was ihm die Königin über ſie mitgetheilt, nämlich daß ſie ſich irgendwo verborgen halte und darauf warte, daß Zäwis

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