Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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verſtändigt und ſo klar erkannt hat, was dem Vaterlande noth thut: ſie wird uns einen König bilden, der ſein Volk verſteht, das Lebensgeſetz deſfelben erkennt und als die Grundlage ſeines Regimentes anerkennt. Möge Gott Eurer Hoheit zur Erfüllung der ebenſo ſchönen als ſchwe⸗ ren Pflicht, uns einen ſolchen König zu geben, ſeinen gnadenvollen Beiſtand geben! Die erſte Bedingung, daß Euch Euer Werk gelinge, iſt freilich der Friede. Zch bin daher ganz mit Eurer Hoheit Schritte, einen ſolchen her⸗ zuſtellen, einverſtanden; ich ſehe ein, daß Eurer Hoheit nichts Beſſeres offen ſteht. Gleichwohl erbebt mein Herz

bei dem Gedanken, daß die Partei, welche Euern Ge⸗

mahl durch ihre Rathſchläge zu ſeinem Sturze trieb, ſich dieſem Frieden mit Gewalt widerſetzen könne. Wie ich höre, iſt ſie dazu entſchloſſen, trifft ſie dazu eifrige An⸗ ſtalten. Was kann daraus entſtehen, als ein neuer un⸗ ſeliger Krieg, ein Krieg auf böhmiſcher Erde, ein Bür⸗ gerkrieg? Und in dieſen ſchrecklichen Krieg ſehe ich Euch mitten hineingeſtellt, indeß ich hier an das Siechbett ge⸗ feſſelt liege und nicht zu Euch eilen kann, Euch in voller Wahrheit zu ſein, was Ihr mich einſt huldreich nanntet: Euer Paladin. Ich kann nichts thun, als Eure Hoheit beſchwören: laßt es um Gottes willen zu keinem Kriege in Böhmen kommen! Tragt bei den ſtreitenden Parteien auf ein Schiedsgericht an, das die beiderſeitigen An⸗