Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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hoffe wieder für mein Vaterland und wünſche wieder zu leben. Die gräßlichen Fieberträume ſind von mir ge⸗ wichen, und in meiner Trauer um den großen Todten verkenne ich nicht mehr, nach welchem nothwendigen und heilſamen Lebensgeſetze der Völker er zu Grunde gehen mußte. Das Leben eines Volkes ſoll nicht nach dem Wil⸗ len eines Einzelnen, der über ihm ſteht, ſich beſtimmen, ſondern es ſoll ſich frei aus den in ihm ſelbſt liegenden Lebensbedingungen, aus ſeiner natürlichen, geiſtigen und leiblichen Beſchaffenheit entwickeln und geſtalten, gerade wie eine Pflanze oder ein Thier, oder richtiger wie ein vollkommener geſteigerter Menſch. Und je geſunder, je lebenskräftiger ein Volksweſen iſt, deſto weniger ſcheint es zu dulden, daß ein einzelner, über ihm ſtehender Men⸗ ſchenwille ihm Art und Gang ſeiner Entwickelung und Lebensgeſtaltung aufdringe. Darnach wäre unſeres Hel⸗ denkönigs Fall in ſeinem Grunde eher ein hoffnungs⸗ volles Zeichen für die Zukunft unſeres Vaterlandes, als ein zur Verzweiflung nöthigendes. König Otakar hatte unter den Königen ſeiner Zeit nicht ſeines Gleichen an Schärfe des Verſtandes, Kraft des Willens, Kunſt die Menſchen zu beherrſchen, kurz an Allem, was einen großen Herrſcher macht. Als Feldherr gehörte er zu den größeſten aller Zeiten; er war der Alerander der Chri⸗ ſtenheit und der ſlaviſchen Welt. In ſeinem Geiſte leb⸗