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Gräberſtätte. Im Wachen verfolgte mich der Gedanke, daß in dem Schickſale ſeines größten Königs das Schick⸗ ſal Böhmens vorgebildet ſei, denn gerade daß ein Mann von ſolchen Geiſtesgaben, männlichen und Herrſcher⸗ tugenden, ein Fürſt, der Böhmen zu ſeiner höchſten Blü⸗ the erhoben, den uralten Bau des böhmiſchen Reiches in ſeinem Innerſten lockerte und löſte, bis er ſelbſt mit ihm zuſammenbrach, das erſchien mir als ein Zeichen, daß die Vorſehung den Untergang Böhmens beſchloſſen habe. Darum war mir das Leben verhaßt, ich verklagte das Schickſal, das mich nicht mit dem Könige hatte ſterben laſſen, ich riß mir den Verband von meiner gefährlichſten Wunde, um mich zu verbluten, und es wäre geſchehen, hätte nicht mein treuer Pfleger zur rechten Zeit den Ver⸗ band erneuert. Da kam mein Vetter Sezema mit der Bot⸗ ſchaft von Eurer Hoheit. Er ſagte mir, wie beſorgt Ihr um mich wäret mitten in Eurem großen Schmerz, und wie dieſer Schmerz zwar Eure Kniee gebeugt vor dem Altar des Herrn und Euer Auge getrübt durch Thränen, aber wie er Euern königlichen Muth nicht zu beugen und Euren hellen Geiſt nicht zu trüben vermocht. Letz⸗ teres erkannte ich auch an dem Wege, den Ihr zur Rettung des Vaterlandes eingeſchlagen. Seit dieſer er⸗ hebenden Botſchaft iſt es anders mit mir geworden; ich ſehe die Dinge wieder in einem freundlichen Lichte, ich


