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ger Hroznata den Brief in die Feder dictirt. Der Brief lautete:
„Die Theilnahme, welche Eure Hoheit ihrem ge⸗ treueſten Diener auf ſeinem Siechbette erweiſt, rührt mich zu tiefſter Dankbarkeit. Sie war für mich ein ſtär⸗ kender Balſam um ſo mehr, als ſie mir mit der Mitthei⸗ lung kund ward, mit welchem erhabenen Muthe Eure Hoheit das ungeheure Schickſal trägt, das der Uner⸗ forſchliche über den Sternen über Euch verhängt hat. Dieſer Muth, einer Königin und der Gemahlin eines Hel⸗ den würdig, wird und muß einſt dem geſchlagenen Vater⸗ lande herrliche Früchte tragen. Beweiſt er doch an miv eine wunderbare, erlöſende und erhebende Kraft. Ich lag da mit dem wunden, zum Tode erſchöpften Leibe, ein verzagter, troſtloſer, verzweifelnder Menſch; ich ſah vor mir nichts als Verwirrung, Elend und Untergang des Heiligſten, für das meine Seele glühte. In meinen Fieberträumen ſah ich die Geſtalt des Königs ſich aus dem Todten⸗ ſchrein, über den keines Prieſters Mund ein Gebet ge⸗ ſprochen, erheben, zu einem rieſigen Engel des Gerichtes emporwachſen und als ſolcher über die böhmiſche Erde ſchreiten und das Volk vernichten, aus deſſen Schooße die hervorgegangen, die ihn verriethen; ich ſah mein ſchönes Vaterland zu einem Schlachtfelde aller Gräuel und Un⸗ geheuer der Erde werden und endlich zu einer ungeheuren


