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gen einen feindlichen Ueberfall und die Stellung der kö⸗ niglichen Familie unter ihren Schutz war. Im Oſten Prags ſammelte ſich ein Heer der Gegner der Königin und über das Görlitzer Gebirge kam Otto von Branden⸗ burg mit 400 geharniſchten Reitern herein, um ſich an die Spitze dieſes Heeres zu ſtellen und mit ihm die Hauptſtadt zu erobern.
Mit bangem Herzen ſah die Königin den neuen Stürmen entgegen. Zwar durfte ihr bei dem entſchloſſe⸗ nen Muthe und der Anhänglichkeit der Prager wegen ihrer und der Ihrigen Sicherheit nicht bange ſein; aber ihr bangte für das, neuen Kriegesſchrecken ausgeſetzte Land. Natürlich zog nun der Kaiſer mit Heeresmacht herbei, um ſeine Anſprüche gegen den brandenburgiſchen Markgrafen und deſſen Anhang durchzuſetzen. Und es vergingen kaum vierzehn Tage, ſo mußte ſie vernehmen, wie ſich die beiden feindlichen Heere zwiſchen Kuttenberg und Sedletz kampfgerüſtet gegenüber ſtanden.
Um dieſe Zeit erſchien Sezema von Wittingau wie⸗ der vor ihr und übergab ihr einen Brief. Sie erſchrak, als ſie ſah, daß die Aufſchrift nicht von Zäwis' Hand war. Aber Sezema beruhigte ſie durch die Erklärung, daß ſein Vetter ſich zwar auf dem Wege der Beſſerung befinde, aber noch nicht wohl im Stande ſei die Feder zu führen; deßhalb habe er ſeinem ihn pflegenden Schwa⸗


