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„Kein echtes Böhmenherz zweifelt an ihre Wahrheit, an ihren göttlichen Urſprung,“ erklärte Dalemil.„Auch iſt ſie durch eine ſechshundertjährige Geſchichte bewährt, mehr als einmal hat der Stamm der Piemysliden ſeinem Ende nahe geſchienen, und immer hat er wieder neue kräftige Zweige getrieben. Es hat alſo mit der ſchlauen Rechnung des Habsburgers auf die böhmiſche Erbſchaft wohl gute Wege. Leider iſt es mit Böhmen dahin ge⸗ kommen, daß es die ihm von dem Kaiſer geſtellten Friedensbedingungen als äußerſt glimpfliche erkennen und lieber der Großmuth des Siegers vertrauen muß, als auf die eigene Kraft und auf den Beiſtand derjeni⸗ gen, welchen allerdings die Sorge für die Wohlfahrt Böhmens am nächſten läge.“
„Ihr meint alſo, daß ich die Bedingungen anneh⸗ men und auf ſie hin Frieden ſchließen ſoll?“ fragte die Königin.
Dalemil bejahte die Frage und ward entlaſſen. Noch berief die Königin ihre Räthe, und als auch dieſe ihr zur Annahme der von dem Kaiſer geſtellten Bedin⸗ gungen dringend riethen, leiſtete ſie den Eid in die Hand des Biſchofs von Baſel, der hierauf unverzüglich in das kaiſerliche Lager zurück reiſte.
Bald zeigte es ſich, wie nothwendig die der Bürger⸗ ſchaft Prags anempfohlene Sicherſtellung ihrer Stadt ge⸗


