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Dalemil erſchien. Die Königin theilte ihm die von dem Kaiſer geſtellten Friedensbedingungen und ihre Be⸗ denken darüber mit, und forderte ihn auf, ſeine Meinung frei darüber zu äußern.
„Eure Hoheit hat ganz Recht, wenn ſie hinter der Heirathsklauſel die nralte deutſche Lüſternheit nach der Krone Böhmen erblickt,“ ſagte der Gelehrte.„Früher kam ſie als Wolf, aber da brach ſie ſich die Zähne aus an den Fäuſten und Keulen und Eiſenherzen des böhmi⸗ ſchen Volkes; d'rum kommt ſie nun als Fuchs, in der Hoffnung, ſo beſſere Geſchäfte zu machen. Das ſieht ſo freundlich, ſo wohlwollend aus: der Kaiſer verheirathet ſeine Kinder mit den Kindern vom Hauſe Ptemysl— die Vortheile ſcheinen für beide Theile ſo ganz gleich— aber der Fuchs hat die Häupter ſeiner Beben gezählt und die Häupter der Ptemysliden, da hat er gefunden, um wie viel reicher beaſtet ſein Stammbaum iſt als der Piemyölidiſche, um wie viel größer die Hoffnung der Habsburger auf das böhmiſche Erbe als umgekehrt iſt. Dennoch hat er die Rechnung ohne den Wirth gemacht— er weiß wahrſcheinlich nicht, daß nach einer nralten hei⸗ ligen Weisſagung unſeres Volkes der Stamm Pfemysl's nie ausſtirbt. Eure Hoheit kennt doch die Weisſagung?“
„Ich habe wohl von ihr vernommen,“ antwortete die Königin,„aber darf man auf ſie bauen?“


