Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Dalemil erkundſchaftete, daß die Gegner der Köni⸗ gin zu Gunſten des Brandenburgers rüſteten, daß ſie mit ihm ſich der Hauptſtadt und der königlichen Familie be⸗ mächtigen und ſo die Verwaltung des Reiches erzwingen wollten. Er theilte dieſen Anſchlag der Königin mit und beſchwor ſie, wieder in den Königshof zu überſiedeln und ſich mit ihren Kindern unter den Schutz der treuen Bür⸗ ger von Prag zu ſtellen. Dann ermahnte er die Bürger auf ihrer Hut zu ſein und ihre Stadt und die ihnen ſich anvertrauende königliche Familie fein zu wahren.

Die Königin folgte dem Rathe Dalemil's und bezog mit ihren Kindern wieder die Räume, in welchen ſie einſt mit Zäwis köſtliche Stunden verlebt. Hier wurd ſie wieder recht lebhaft an ihn erinnert, und täglich ward der Wunſch in ihr lebendiger, ihn in ihrer verwaiſten und bedrängten Lage als Schützer und Berather um ſich zu haben. Mit Sehnſucht erwartete ſie Sezema's Rückkehr, der ihr Kunde von dem verwundeten Freunde bringen ſollte.

Mittlerweile erſchien ihr Abgeſandter an den Kaiſer wieder und brachte einen kaiſerlichen Geſandten in der Perſon des Biſchofs von Baſel mit. Dieſer überreichte der Königin ein theilnahmvolles Schreiben ſeines Herrn, worin er ihr anzeigte, daß er mit ihrem Geſandten einen Friedensvertrag abgeſchloſſen, den ſie gewiß billig finden