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slaw von Krawaf ward mit der Sendung betraut. Ins⸗ geheim ſandte die Königin Sezema von Wittingau nach Dürrenkrut, um ſich nach Zäwis' Befinden zu erkundi⸗ gen und ihn zu bitten, daß er, ſobald er geneſen, nach Prag komme, um ihr in dieſer bedrängten Zeit mit Rath und That beizuſtehen.
Die Gegenpartei hatte aber nicht ſobald von dem Schritte der Königin Kunde erhalte, als ſie einen Boten an den Markgrafen Otto abſandte und ihn einlud, ſofort nach Prag zu kommen und ſich der Regierung zu be⸗ mächtigen, die ſie mit Leib und Gut zu unterſtützen ver⸗ ſprach.
Während ſich ſo die Keime eines neuen Bürger⸗ krieges entwickelten, war Dalemil das wachſame Auge des Prager Volkes. Ihm entging weder, was auf Seiten der Königin geſchah, noch mit welchen Anſchlägen die Gegenpartei umging. Seinem altczechiſchen Sinn gefiel es wenig, daß man mit dem deutſchen Kaiſer einen Frie⸗ den ſchließen wollte, den König Otakar mit ſeiner und des böhmiſchen Volkes Ehre nicht verträglich gefunden hatte; aber er wußte nun auch, daß von der Partei, die jetzt dieſem Frieden entgegen war, nichts Gutes für das Vaterland ausgehen konnte. Und da es einen dritten, beſſern Weg nicht gab, ſo entſchied er ſich für den Schritt der Königin als von zwei Uebeln das kleinſte.


