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auf, dem es nicht an Macht und kriegeriſchen Eigenſchaf⸗ ten fehlte: Otto, genannt der Lange, Markgraf von Brandenburg, Gemahl von Otakar's Schweſter Beatrix. Der wollte Vormund des Thronerben und Reichsver⸗ weſer ſein und verſprach als ſolcher das Land mit brandenburgiſcher Heeresmacht zu ſchützen. Allein da er mit der Königin, die ihn als einen habſüchtigen Herrn kannte, nie auf freundlichem Fuße geſtanden, ſo fand er es für gut, mit jener Partei am böhmiſchen Hofe, wel⸗ che der Königin in ber letzten ſtürmiſchen Zeit gegenüber geſtanden, in Unterhandlung zu treten und mehr durch deren Gunſt, als durch die Zuſtimmung der Königin ſeine Abſichten zu erreichen. Mehr als den ſiegreichen kaiſerlichen Gegner fürchtete die Königin einen ſolchen Schützer.
Sie neigte ſich daher zu der Anſicht hin, daß es das Beſte ſei, mit dem Kaiſer auf Grundlage der Wie⸗ ner Artikel Frieden zu machen. Ihre Getreuen, der Oberſt⸗Kanzler M. Peter, Hynek von Duba, ihr Unter⸗ kämmerer Gregor von Dratſchitz, ihr Oberſt⸗Kämme⸗ rer Jaroslaw von Krawat, ſo wie die Räthe Mutina von Koſtomlat und Andreas von Kameihora, pflichteten ihr nach reiflicher Erwägung der Umſtände bei, und ſo ward der Beſchluß gefaßt, einen Geſandten mit dem Frie⸗ densantrage in das kaiſerliche Lager zu ſchicken. Jarv⸗


