230
zum Gefangen— aber der Rachedurſtige warf den Wehr⸗ loſen zu Boden und ſetzte ihm das Snn auf die Bruſt.
Zäwis ſuchte ſich ic mit Gewalt Bahn zu hre⸗ chen, aber der Haufe, der ihn abgeſchnitten, hatte dies auf Ludmila's Veranlaſſung gethan und ſollte der Ge⸗ walt Gewalt entgegenſetzen. So ſtellten ſich zwanzig Rei⸗ ter zugleich Zäwis und Hroznata entgegen und hieben auf ſie ein. Ein Speerſtich drang erſterem von hinten in die Seite— ein Schwerthieb verwundete ihn an der Schulter— er fühlte ſeine Kräfte ſchwinden und mußte ſich zurückziehen— es dunkelte ihm vor den Augen— da nahm er in einiger Entfernung den Kaiſer wahr.„Hro⸗ Fnata!“ rief er dieſem mit matter Stimme zu,„reite hin zu dem Kaiſer, beſchwöre ihn, den König zu ſchützen— ich reite langſam nach jenem Baum.“
Hroznata gehorchte, er ſprengte auf den Kaiſer zu und ſagte:„Der König von Böhmen iſt in der Gewalt der Eurigen, ſie wollen ihn umbringen Eure Majeſtät wird das nicht dulden.“
„Da ſei Gott vor,“ rief der Kaiſer,„daß der kö⸗ nigliche Held ſo ſchänblich um ſein Leben komme! Wo iſt er?“
Hroznata bezeichnete die Stelle und der&uer ſprengte dahin. Wohl wichen die erhitzten Krieger vor
———
—


