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ihrem Kriegsherrn auf die Seite aber er kam zu ſpät.
König Otakar lag, von ſiehzehn Stichen durchbohrt, ein entſtellter Leichnam am Boden. Eine Rotte anderer
öſterreichiſcher Ritter hatte dem Schenken von Emerberg die Vollführung des Mordwerkes nicht gllein gegönnt; Haß und Fanatismus trieb auch ſie, an dem von der Kirche Verfluchten das Henkeramt zu üben. Rudolf kam nur noch zur rechten Zeit, um die königliche Leiche, wel⸗ cher die wilden Mörder die Kleider genommen und mit der ſie noch„vévruchten Spott“ trieben, vor weiterer Entwürdigung zu ſchützen. Wohl zeigte ſich der Kaiſer empört über den ſcheußlichen Frevel— aber er wagte nicht, ihn zu ſtrafen, als man ihn erinnerte, daß der Böh⸗ menkönig als ein von der Kirche Verfluchter vogelfrei ge⸗ weſen. Erſchüttert ließ er den Leichnam bedecken, auf ei⸗ nen Wagen heben und nach Wien bringen. Dort wurde er nach dem Berichte des Geſchichtſchreibers„zuerſt bei den Schotten, dann bei den Minoriten mit vieler Trauer empfangen, einbalſamirt, mit einem Purpurkleide an⸗ gethan und auf einer Bahre dreißig Wochen lang zur Schau geſtellt. Aber keine Meſſe, kein Geſang, kein Glockengeläute durfte für den im Bann Geſtorbenen ſtattfinden.“
Als Hroznata ſich ſeines Auftrags entledigt, eilte er nach dem von Zäwis bezeichneten Baum. Dort fand


