unter euch noch Verräther gebe. Ich kann das nicht glau⸗ ben; doch iſt Jemand hier, der es nicht aufrichtig mit mir meint, ſo trete er vor und vollziehe die Rache an mir ſogleich; es iſt beſſer, ich ſterbe heute allein, als daß morgen viele Tauſende mit mir das Opfer des Ver⸗ rathes werden ſollten.“ Da hoben Alle ihre Hände auf und ſchworen für den König Lieb und Gut hinzugeben. Auch Milota war unter den Schwörenden.“ „Unglückſeliges Verhängniß!“ rief Zäwis ſchmerz⸗ lich aus.„Eine furchtbare feindliche Macht trennt zwei Böhmenherzen, die miteinander verbunden Böhmen un⸗ überwindlich machen würden. Was ſoll ich nun thun? Ich ſehe keinen Weg mehr, das Verderben abzuhalten, das über unſer armes Vaterland hereinzubrechen droht.“ „Das Einzige, was wir noch thun können,“ ſagte Hroznata,„iſt, daß wir im Schlachtgewühl die Perſon des Königs im Auge haben und vor dem Mordſtahl zu ſchirmen ſuchen, den das Emerberg'ſche Paar entweder gegen ihn gedungen oder ſelbſt zu führen im Schilde trägt. Ich ſah Beide vorhin miteinander flüſtern und aus ihren Blicken leuchtete ein gräßliches Einverſtändniß.“ „Ja,“ ſagte Zäwis,„das wollen wir thun; wir wollen uns an die Ferſen dieſes ſchrecklichen Paares heften und alle ihre Bewegungen beobachten, und wenn es nöthig, uns zwiſchen ſie und den König werfen.“
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