Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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ich mache mich anheiſchig, ſie mit noch einer geringern Streitmacht, als der König hat, entſchieden auf's Haupt zu ſchlagen. Der König möge mich nur rufen, ſich mit mir verſöhnen und mir vertrauen.

Sezema war zu der Sendung bereit, und Zäwis ſchrieb an den König einen Brief, von dem ſich Hroznata und Sezema die vortrefflichſte Wirkung verſprachen. Mit ihm flog Sezema über die Donau, durch das Marchfeld in das Lager bei Marcheck.

Mit der äußerſten Spannung erwartete Zäwis ſeine Rückkehr. Im deutſchen Lager äußerte Milota's Bericht ſeine Wirkung. Der Kaiſer traf Anſtalt die Donau zu überſchreiten, und ließ ſeinem Verbündeten ein Gleiches anempfehlen, um ſich mit ihm an der March zu vereini⸗ gen und mit ihm vereint gegen den Böhmenkönig vorzu⸗ rücken. Ehe Sezema noch zurück ſein konnte, ward die Bewegung der Verbündeten ſchon ausgeführt. Zäwis und Hroznata zogen im Heere der Deutſchen mit über die Donau; ſie hatten ſich dem Heerhaufen angeſchloſſen, der unter Berchtold's von Emerberg Befehl ſtand. Zum erſtenmale ſahen ſie dieſen auf einem ſchwarzen Streit⸗ roß in ſchwarzer Rüſtung wie ein Ritter des Todes. Im ſchwarzen Amazonenkleide ritt Ludmila an ſeiner Seite. Für die beiden Freunde ein grauenerregendes Paar!

Vergebens harrte Zäwis um die Zeit, da Sezema