Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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ſchaften glücklich täuſchen laſſen, er wähne die verbündeten Heere noch weit entfernt, und glaube noch Zeit genug zu haben, um ſowohl den Muth ſeiner Truppen durch Er⸗ oberungen noch mehr zu beleben, als auch Verſtärkungen heranzuziehen. Wenn er nun jetzt plötzlich angegriffen werde, müſſe er entweder mit weit unterlegenen Kräften eine Schlacht annehmen oder ſich zurückziehen. Im erſteren Falle werde Milota den Verbündeten einen ſehr leichten Sieg dadurch verſchaffen, daß er den König in der Hitze des Treffens im Stiche laſſe; im zweiten Falle gehe der König aller errungenen Vortheile langſam verluſtig und man komme zu dem urſprünglich verabredeten Plane zurück.

Zetzt iſt für uns die Zeit zum Handeln gekom⸗ men, rief Zäwis nach Anhörung dieſer Botſchaft.Se⸗ zema, Ihr müßt in's böhmiſche Lager eilen und dem Kö⸗ nig reinen Wein einſchenken. Ich werde Euch ein Schrei⸗ ben mitgeben, ich will ihm mein ganzes Herz offen dar⸗ legen, ihn beſchwören, mir zu vertrauen und mich an Mi⸗ lota's Stelle zu ſetzen oder wenigſtens an ſeine Seite. Ich will thun, als ob er nichts an mir verſchuldet und ich allein gegen ihn gefehlt; ich will um des Vaterlandes willen mich demüthigen, wie es nur ein Mann kann, und ihm dann durch Thaten beweiſen, wie unrecht er mir ge⸗ than. Ich kenne die Schwächen und Blößen ſeiner Gegner,