Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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erobert und war ſiegreich bis Marcheck vorgedrungen, dem Denkmal ſeines einſt glänzendſten Sieges Durch dieſe Erfolge waren ſeinen Kriegern Muth und Ver⸗ trauen zurückgekehrt. Das war gegen Ludmila's Be⸗ rechnung; ſie hatte gehofft, der Bannſtrahl werde das böhmiſche Heer ſo weit demoraliſiren, daß es beim erſten Zuſammenſtoß mit dem deutſchen oder ungariſchen Heere, denn auch diesmal war Ladislaw von Ungarn Rudolf's Verbündeter, auseinander ſtieben, ſein Heil in wilder Flucht ſuchen, und der König in der allgemeinen Ver⸗ wirrung von einem rächenden Mordſtahl werde erreicht werden.

So erfreulich dieſe Mittheilung für Zäwis und Hroznata war, ſo verkannten ſie doch nicht, daß Ludmila jetzt alle Hebel anſetzen werde, um die Erfolge ihres Tod⸗ feindes zu vereiteln, und ſie legten Sezema jetzt ver⸗ doppelte Wachſamkeit über ihr Treiben an's Herz.

Schon den nächſtfolgenden Tag erſchien er bei ihnen wieder mit einer Miene, die auf wichtige Enthüllungen deutete. Es war ein Bote von Milota von Deditz ge⸗ kommen, welcher die Nachhut des böhmiſchen Heeres be⸗ fehligte. Derſelbe berichtete, daß es für die Verbündeten an der Zeit ſei, dem König entgegenzugehen, ehe er durch weitere Waffenerfolge noch mehr geſtärkt werde. Der König habe ſich durch die ihm zugeſpielten falſchen Kund⸗