Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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zu höchſt wichtigen Dienſten für den König führten. Froh, einen Weg gefunden zn haben, wie ſie auch als Geächtete noch ihrem Vaterlande dienen konnten, eilten die Freunde in das deutſche Lager.

Sie wurden mit offenen Armen aufgenommen, be⸗ ſonders von ihren Verwandten und andern Landsleuten, wie Boreſch von Rieſenburg und Albrecht von Seeberg, die gleich ihnen geächtet waren. Die früheren Zwiſtig⸗ keiten wurden vergeſſen, das gemeinſame Schickſal glich Alles aus. Wollten die beiden Freunde ihren Plan durch⸗ führen, ſo mußten ſie die gleiche Erbitterung zur Schau tragen, wie die Andern, überhaupt das gleiche Ziel mit ihnen zu verfolgen ſcheinen. Indem ſie ſich demgemäß verhielten, gelangten ſie zuvörderſt zur Kenntniß eines lebhaften Spionenverkehrs zwiſchen den beiden Heeren, deſſen Fäden in der Hand Ludmila's von Mahrenberg, deren Gatte Berchtold von Emerberg an der Spitze eines öſterreichiſchen Heerhaufens ſtand, zuſammenliefen.

Wieder alſo war dieſes dämoniſche Weib im Spiele, wo es galt, dem König Otakar den Untergang zu bereiten, und ſie ſpielte eine Rolle, die an Einfluß der eines Feld⸗ 5 herrn wenig nachgab. Zäwis erkannte, daß ſie jetzt drei⸗ fach gefährlich und eigentlich erſt furchtbar geworden. 5 Der auf Otakar laſtende Bann der Kirche entfeſſelte ihre Rachſucht von allen Banden des Gewiſſens und