Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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verliehen Dieſe weltliche Bereicherung galt dem Pabſte NPikolaus III. mehr als Alles, was Otakar für die Kirche

gethan, und er glaubte ſeinem weltlichen Wohlthäter da⸗ durch erkenntlich ſein zu müſſen, daß er den Bannſtrahl der Kirche gegen alle Widerfacher Rudolf's ſchlenderte, den getreueſten Sohn der Kirche Otakar nicht ausgenom⸗ men. Während dieſer in Mähren ſeine Schaaren ſam⸗ melte, traf ihn der vernichtende Strahl.

Wenn in Zäwis Bruſt noch ein Groll gegen den König ſich geregt hatte, dieſes neue, furchtbare Verhängniß über den bedrängten Helden mußte den Groll erſticken und das tiefſte Mitgefühl für ihn an die Stelle ſetzen. Gern wäre Zäwis ſofort in Otakar's Lager geeilt, hätte ſich ihm zu Füßen geworfen, ihn um Vergeben und Ver⸗

geſſen angefleht und um die Erlaubniß, für ihn ſein Blut

zu verſpritzen. Aber er mußte ſich nach den gemachten Erfahrungen ſagen, daß dies ein nutzloſes, ihm bloß ver⸗ derbliches Beginnen ſei. Eine Berathung mit Hroznata führte zu einem ganz andern Beſchluß. Wenn Beide in ihrer Lage noch etwas für den bedrängten König und das Vaterland thun wollten, ſo konnten ſie es zunächſt allein vom feindlichen Lager aus. Es war vorauszuſehen, daß die Verräther um Otakar's Perſon mit den Feinden Verbindungen unterhalten würden. Wenn man dieſen nachſpürte, ſo kam man vielleicht auf Entdeckungen, welche 14*