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Mähren gehen, wo König Otakar mit ſeinen Heerhaufen lag, ſich muthwillig in die äußerſte Gefahr begeben hieße. Eben ſo gut oder weit ſicherer würde er nach Böhmen zurückkehren können. Wenn Zäwis noch zwiſchen Gehen und Bleiben ſchwankte, ſo mußte er ſich für letzteres ent⸗ ſcheiden, als er von einem Ereigniß Kunde erhielt, das ſeine Theilnahme an den vaterländiſchen Angelegenheiten und ſelbſt für den ihm ſo feindlich geſinnten König im höchſten Grade erregte.
König Otakar hatte immer auf einem guten Fuße mit der Kirche geſtanden, die ihm ſchon für ſeinen Krerz⸗ zug gegen die Preußen und deren Bekehrung verpflichtet war. Er hatte auch ſonſt dem heiligen Stuhle zu Rom mittelbar und unmittelbar wichtige Dienſte geleiſtet, über⸗ haupt ſich allezeit als ein treuer und eifriger Sohn der Kirche bewährt. Wenn aber der Stellvertreter Chriſti ihm vorzugsweiſe für Erweiterung und Verherrlichung ſeiner geiſtlichen Macht verpflichtet war, ſo hatte der⸗ ſelbe neuerdings dem Kaiſer Rudolf eine beträchtliche Erhöhung und Erweiterung ſeiner weltlichen Macht zu verdanken; dieſer hatte nämlich die Länderſchenkungen der fränkiſchen und ſächſiſchen Kaiſer an den römiſchen Stuhl durch Abtretung aller kaiſerlichen Rechte auf das Exarchat, d. i. die heutigen Legationen, vervollſtändigt und dadurch dem Kirchenſtaate ſeine heutige Ausdehnung
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