Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Schatten, der ſich über mein Glück breitete. Nun iſt der gewichen, und ich wiege mich noch einmal ſo froh in der ſeligen Hoffnung, daß der gute alte Vater ſeinen Enkel auf ſeiner Knie ſchaukeln werde. Das hat ſich der alte gelehrte Herr auch nicht träumen laſſen, daß er noch einmal werde der erſte Reitmeiſter eines Junkers werden, und noch dazu eines Witkowetz. Nun, mir ſelbſt will es manchmal wie ein vermeſſener Traum vorkommen, daß ich die Mutter eines Witkowetz ſei, und daß mich der Größte dieſes glorreichen Namens ſeine Taube genannt und wie ein Tauber geliebkoſt. Lebe wohl, mein Adler muß ich ſagen, wenn dieſer wichtigere Vergleich mein Taubenherz auch zittern macht. Lebe wohl!

Die reine Muſik, die aus dieſem Briefe klang, er⸗ griff das Herz ſeines Empfängers wunderbar und er⸗ regte einen Kampf zwiſchen dem Adler und dem Tauber in ſeiner Brüſt, der anfangs und auf geraume Zeit für den letzteren entſchied. Noch einmal erſchienen ihm Macht und Ruhm und Hoheit als Nebelgebilde, die den Geiſt verwirren und das Herz veröden; noch einmal erſchien ihm der Ruf der Taube als die Stimme Gottes, die ihn auf die rechte Höhe der Menſchheit, in das Reich der Geiſtesklarheit und Freiheit, der Wahrheit und Vollkom⸗ menheit lockte. Und er war entſchloſſen der Lockung zu folgen. Aber Hroznata ſtellte ihm vor, daß jetzt nach

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1860. XIX. Zäwit von Roſenberg. II.